Herbst im Revier
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Das schöne Wetter im Herbst ist ideal für Revierarbeiten, wir können noch einmal richtig los legen und unser Revier auf Vordermann bringen. Der Kurs ist mittlerweile längst ein eingespieltes Team. Also stehen noch einmal viele Bauarbeiten auf dem Programm. Zunächst allerdings beginnen wir erst einmal mit einem kleinen Spaziergang in den Wald hinter der Hütte: |
| Dort nämlich gibt es jetzt, Ende November einiges zu entdecken. Der Boden ist voller "Tannenzapfen". Allerdings nicht so, wie wir sie normalerweise kennen, sondern zerlegt in lauter Einzelteile. Denn das, was wir allgemeinhin als Tannenzapfen bezeichnen sind natürlich Fichtenzapfen. Die Tanne wirft nie den ganzen Zapfen ab, die einzelnen Schuppen splittern ab und verteilen sich auf dem Boden. Und diese Schuppen, die den Samen enthalten, die konnte man zu Hunderten heuer unter den Tannen finden. Dazwischen liegt natürlich auch der eine oder andere Fichtenzapfen. |
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Danach werden die Arbeitshandschuhe rausgeholt, die Werkzeugkisten und Arbeitsböcke hergeschafft und los geht's in die nächste Runde zum Bau von Fütterungen. Das letzte Mal haben wir fleißig geübt, diesmal geht es sozusagen wie am Fließband: Jeder Handgriff sitzt, ein prüfender Blick genügt und die Fütterung wird perfekt. |
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| Die Dachmannschaft kann schon jeden Griff auswendig, Profis eben. Gut bewacht von Dodo, der natürlich immer irgendwie im Weg rum steht. | |
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| Hier wird selbstverständlich millimetergenau gearbeitet. | |
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| Ursel braucht kurz eine Pause, schließlich wollen ihre beiden weißen wolligen Riesen-Monster auch mal an die frische Luft. Interessant, was die da so basteln, oder? | |
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| Weil wir alles fest im Griff haben, kann sich Rainer ganz beruhigt der Wärmetonne widmen. Wir an der Baustelle brauchen ihn heute nicht. Während das Gros der Mannschaft auf Teufel komm raus Fütterungen zimmert, kümmern sich ein paar darum, die Dachlatten, die wir geschenkt bekamen, zu entnageln. Denn solche Latten kann man immer gut gebrauchen, sie sind viel zu schade, zum Verheizen. |
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| Steffi entpuppt sich als wahre Spezialistin für die Ecken der Dachfolie. Sie hat ebendas richtige Feeling dafür. Die Ecken werden einfach perfekt. | |
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| Mittagspause ! Die haben wir uns redlich verdient. Es ist so sonnig und warm, dass wir sogar draußen sitzen können und das Ende November! Das gab's noch nie. | |
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| Und was gibt's heute für das Ausbildungsteam? Linsen mit Wiener Würstchen, ein Gedicht. Jürgen - unser Spitzen-Koch, hat wieder für ein Mega-gutes Essen gesorgt. Ob wir überhaupt nachher noch arbeiten können, so voll gefüttert wie wir sind? | |
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| Das Aufstehen fällt schwer, wohlgenährt und in der Sonne, da wären wir doch noch gern ein wenig länger sitzen geblieben. Doch wir haben noch viel vor heute, also los geht's, die Fütterungen müssen aufgestellt, die alten abgebaut werden. Da sind Mukis gefragt, wie sich schnell herausstellt. | |
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| Die alten Gestelle sind wahnsinnig schwer und ziemlich unhandlich. | |
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| Doch wir haben sie klein gekriegt. Eine neue Lieferung von Altholz für die Wärmetonne ist da. Doch viel Zeit zum Ausruhen haben wir jetzt nicht. Denn abschließend steht noch Verbiss-Schutz auf dem Programm. | |
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In einem Teil im Revier wurden heuer im Spätsommer Buchen untergepflanzt. Die wollen wir jetzt, rechtzeitig zum Winteranfang vor dem Äser schützen. Wir wählen Schafwolle, weil die ganz natürlich ist. Von einem Schafhalter haben wir eine riesige Kiste voll Wolle bekommen, unbehandelt versteht sich, also behaftet mit ein wenig, manchmal auch ein bisschen mehr Schafsdreck und richtig schön fettig durch Lanolin. Ein scharfer Geruch breitet sich aus, kein Wunder, dass die Rehe diese umwickelten Spitzen nicht mehr mögen. |
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Die Bäumchen wurden in gut sichtbaren Reihen gepflanzt. Wir arbeiten uns anhand dieser Reihen voran. Jeder greift in die Kiste und holt sich einen Packen Wolle, dann geht's los. Die Arbeit geht schnell und zügig voran. Ratz-Fatz haben wir die riesige Fläche abgearbeitet. Das geht schneller als man denkt. |
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| So sehen die umwickelten Bäumchen dann aus, wenn Dodo nicht die Wolle wieder abnagt. | |
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Wir sind zufrieden, schließlich haben wir heute richtig viel geschafft. Und unsere Hände sind perfekt mit Lanolin eingecremt. Sie riechen allerdings ein wenig streng, da hilft selbst das Händewaschen wenig. Es wird eine weile dauern, bis wir den Wollegeruch wieder los sind. |





































