Eine Reise nach Ungarn
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Es sollte ein Pilotprojekt sein. Die erste Jagdreise nach Ungarn, die die Jungen Jäger im MJV gemeinsam mit unserem 1. Vorsitzenden auf die Beine gestellt haben. Vom 04. bis 08. Februar , in der Woche vor dem Vollmond, ging's dann los zur Jagd auf Schwarzwild im Land der Magyaren. Organisiert haben das Event Jürgen Höflich und unser Vorsitzender Claus Emig |
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| In drei Privatautos machten sich 5 Jäger , zum Teil in Begleitung, auf nach Pecsély, an der Ostseite des Balaton, des Plattensees. Nach etwa 6 Stunden Fahrt gab es einen herzlichen Empfang durch Tinus, den Hotelier des "Csikos Lovadsudvar", einem Reiterhof, bei dem wir jetzt, außerhalb der Reitsaison, ausreichend Platz fanden. | |
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Kaum angekommen, war es auch schon Zeit zum ersten Ansitz. Wir schulterten unsere Jagdausrüstung und los ging's in den Revierteil "Balatonakali" im Kiniszi Jagdrevier. |
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Der Abendhimmel war Wolken verhangen und die Nacht legte sich über die ungarische Landschaft. Die "Schweinelampe" brennt heute nicht richtig, bemerkte Attila, der ungarische Jäger, der mit Claus eine Kanzel bezogen hatte. Dennoch erspähten seine Augen einen dunklen Schatten, der sich als Überläufer entpuppte und Claus bereits beim ersten Ansitz Jagdglück bescherte. |
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| Waidmannsheil | |
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| Weniger erfolgreich war dann die Morgenpirsch. Die Nebelschwaden vom Balaton ziehen bis zu den Hochsitzen. | |
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Nach der Rückkehr von der frühen Pirsch schauen wir kurz bei Gyula, Maxi's Begleitjäger, vorbei. Gyula's Frau serviert die Leber des Überläufers, der am Vorabend erlegt worden ist. Dazu gibts reichlich "gepresstes Obst". |
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| Tagsüber, in der "Jagd freien" Zeit, unternehmen wir einen Ausflug nach Baltonfüred und Tihany. Allerdings war auch hier alles in dicken Nebel gehüllt. | |
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Am nächsten Tag haben wir mehr Glück: Morgenprisch bei traumhaftem Wetter. Max, Karl und Jürgen haben Anblick auf Rehwild und Rotwild. Hans begegnet einer Bache, die aber wieder zurück ins Dickicht wechselt. |
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Karl hat auch Waidmannsheil. Ein Überläufer war so unvorsichtig, auf die Lichtung zu wechseln. Schön für alle, denn am nächsten Morgen gibt's wieder Leber als Vorfrühstück in der Küche von Gyula's Frau. |
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| Überhaupt geht's uns alles andere als schlecht, wir lassen uns in der Csikos Lovadsudvar richtig verwöhnen. | |
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Am Abend, nach dem Ansitz, genießen wir eine oder auch zwei gute Flaschen Wein und die Zeit zum Ratschen. Die Stimmung ist super. Claus ist kaum zu schlagen, ihm fällt immer ein guter Witz ein. |
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| Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug mit der Pferdekutsche zum Weingut von Joschi. | |
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| Wir testen den neuen Jahrgang in Joschi's Kellergewölben | |
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Dann noch alles Aufstellen zum Gruppenfoto! Und auf geht's, denn zuviel Weinprobe gibt es nicht. Schließlich wartet noch die Abendpirsch. |
| Der Blick von der Kanzel ist spannend. | |
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| Die Landschaft im Kiniszi Jagdrevier ist abwechslungsreich und reizvoll. | |
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Leider war der Ansitz ohne Erfolg. Auf's Essen freuen wir uns trotzdem, denn Prischen und Jagen machen hungrig. |
| Nach einem Morgenspaziergang entlang des Balaton besuchen wir noch den Weinkeller von Hans und testen auch dort den 2008 er. Ein paar Kanister Wegzehrung nehmen wir mit, denn schließlich muss eine erfolgreiche Jagdreise auch begossen werden. | |
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| Unser Dank für die schönen, erlebnisreichen Tage gilt vor allem Tinus und seiner Familie, die uns während unseres Aufenthaltes im Reiterhof ausgezeichnet versorgt haben. Ein großes Dankeschön auch an Attila, Gyula und Miklos, die ungarischen Jäger, die sich alle Mühe gegeben haben, uns zum Jagderlebnis zu führen. Eines ist jetzt schon sicher: Wir kommen gerne wieder. Das nächste Mal zur Rotwildbrunft im Herbst. Claus Emig |
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